Nach Jahren kam er heim,
aus dem Gefängnisgrat entlassen
Vom Bahnhof fuhr der Bus mit ihm
durch altvertraute Straßen
Er hielt genau wie früher
vor den grauen Mietskasernen
Von da aus nur noch ein paar Schritte
und er war bei ihr
Er spürte es sofort,
den Menschen sahen ihn an, die Feinde
Und da mals, dachte er,
da waren sie einmal meine Freunde
Er lief durchs ganze Haus,
hat ratlos dann bei mir geläutet
Denn sein Na me stammt
nicht mehr wie früher
Auf der Klingel vor der Wohnungsdür
Und er sagte, ich bin keine Nummer mehr
Bin nicht mehr 1 .409
Alles, das ist doch vorbei,
ich möchte nur ein Mensch wieder sein.
Eine Dummheit nur,
wiegt sie bis ans Lebensende so schwer.
Was hab ich getan, dass ich auch in Freiheit bezahle dafür,
bezahle dafür,
komm ich nie davon los.
So zwischen Tür und Angel
brauchst du aber nicht zu stehen
Komm rein und trink ein Glas,
dann werden wir schon weit zu se hen
Ich kannte seine Frage,
einer musste es ihm sa gen.
Die Frau nach, der du suchst,
lebt längst bei einem anderen Mann.
Er senkte stumm den Blick,
ich konnte seine Tränen sehen.
Wenn ich's mir überleg',
sprach er,
kann ich sie fast verste hen.
Er wandte sich zur Tür,
nahm seinen Koffer, ich muss weiter.
Er meint,
er hätt' mich schon so lang gestört
Ich habe nie mehr was von ihm gehört
Und er sagte, ich bin keine Nummer mehr
Bin nicht mehr 1 .400
Neun
Alles, ist doch vorbei,
ich möchte nur ein Mensch wieder sein.
Eine Dummheit nur,
wiegt sie bis ans Lebensende so schwer.
Was hab ich getan,
dass ich auch in Freiheit
bezahle dafür?
Oh, bezahle dafür,
komm' ich nie davon los
Ich bin keine Nummer mehr,
bin nicht mehr 1 .409
Alles das ist doch vorbei,
ich möchte nur ein Mensch wieder sein
Eine Dummheit nur,
wiegt sie bis ans Lebensende so schwer